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Category Archive for 'Rezensionen'

Von Bernd Hüttner Seit der Finanzkrise 2008/9 wird vermehrt über Ungleichheit, Reichtum und Kapitalismus debattiert. Selbst die Begriffe «Klasse» und «Klassengesellschaft» werden nun auch jenseits der Linken (wieder) verwendet. Klassen definieren sich – nach gängiger linker Lesart – über Besitz und Einkommen. Bei der Klassenzugehörigkeit geht es jedoch dem ökonomischen auch um kulturelles (Bildungsabschlüsse) und […]

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Von Herbert Klemisch, Wissenschaftsladen Bonn Am 28 November 2020 wäre Friedrich Engels, neben Karl Marx populärster Kritiker des Kapitalismus, 200 Jahre alt geworden. Die Herausgeber Lucas, Pfriem und Westhoff würdigen den ebenso großen wie umstrittenen Denker, Publizisten und Politiker im jetzt erschienenen Buch «Arbeiten am Widerspruch». In dem Sammelband bearbeiten die Autorinnen und Autoren vier […]

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Von Herbert Klemisch Der Industriesoziologe Günter Voß arbeitet sich mit diesem Buch an dem Werk von Shoshana Zuboff «Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus» ab. Er referiert die Ergebnisse dieses über 700 seitigen Standardwerks und konfrontiert die zentralen Thesen mit den von Voß selbst geprägten Begriffen des «Arbeitskraftunternehmers» und des «arbeitenden Kunden». Die sozioökonomische Studie von Zuboff […]

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Von Brigitte Kratzwald  Als Planerin, Architektin und politi­sche Aktivistin sucht Gabu Heindl nach einem Weg zwischen dem Eingebun­densein in staatliche und damit kapi­talistische Strukturen und dem Ziel, mit ihrer Arbeit zur Ermächtigung von Randgruppen und Demokratisierung beizutragen. Dieses Dilemma bear­beitet sie mit Hilfe hegemonie- und demokratietheoretischer Konzepte mit besonderem Fokus auf «radikaler Demokratietheorie». Mit einer […]

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In der Schweiz gibt es 3,8 Millionen Autos, ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel wird weggeworfen. Die Gegenwart, noch verschärft durch Corona, ist gekennzeichnet von einem eklatanten Auseinanderklaffen von Möglichkeiten und vergleichsweise trister, wenn nicht katastrophaler Realität. In vielen Bereichen ist das Produktivitätsoptimum erreicht, die Menschheit ist reich an Ressourcen, technischer Expertise und sozialen Erfahrungen. […]

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Von «Pflege-Ketten» (care chains) sprechen Gesellschaftswissenschaftler*innen und verweisen darauf, dass auch Menschen in Pflegeberufen oder als Sorgende im Privaten Unterstützung, mitunter Fürsorge brauchen. Das schafft Abhängigkeiten in einem Teil unseres Lebens, der uns in jedem Alter begleitet, ganz gleich wo wir sozial stehen: Bei Geburt und Älterwerden, Krankheit, Leben mit Kindern, an allen Ecken des […]

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Rainer Holze (Berlin) über die Ausgabe 121 der «Z.» Zur Strategiedebatte der Linken vermittelt die (noch vor Corona abgeschlossene) Ausgabe Nr. 121 der Zeitschrift Marxistische Erneuerung mit ihrem Heftschwerpunkt «Strategiedebatten» beachtenswerte Anregungen. Im grundsätzlichen Beitrag der Redaktion wird eingeschätzt, dass die «breite Masse» nicht von ungefähr kein Vertrauen mehr in die Regelungskompetenz der «Eliten» habe. […]

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Diese Publikation fügt der Debatte um Postwachstum und die aktuelle Situation des Kapitalismus einen lange unterbelichteten Aspekt hinzu: den des Verhältnisses von hegemonialer Männlichkeit, Wachstum und Kapitalismus. Dieses soll näher beleuchtet und untersucht werden. In diesem Such- und Diskussionsprozess wird neues gedacht und diskutiert, und bereits bekanntes neu in Verbindung gebracht. Die hegemoniale Männlichkeit beruhe, […]

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Herbert Klemisch rezensiert Christoph Butterwegge: Die zerrissene Republik. Wirtschaftliche, soziale und politische Ungleichheit in Deutschland. Beltz Juventa Verlag, Weinheim und Basel 2019; 414 Seiten, 24,95 € Der Band gibt nicht nur einen historischen Einstieg in die Entwicklung der Sozialstruktur der Bundesrepublik, sondern auch einen Überblick über tagesaktuelle Diskussionen über z.B. die Sozialisierungsforderung des Juso-Vorsitzenden Kevin Kühnert. Der […]

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Eine Rezension zu Guido Becke (Hrsg.): Gute Arbeit und ökologische Innovationen. Perspektiven nachhaltiger Arbeit in Unternehmen und Wertschöpfungsketten; oekom-Verlag, München 2019 (324 Seiten, 29 EUR) Von Herbert Klemisch (Bonn) Der von Becke herausgegebene Band ist im Zusammenhang des Projektes «NaGut – Nachhaltig Gut Arbeiten», an der Universität Bremen entstanden. Dem Herausgeber ist es gelungen, einen […]

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Eine Rezension zu Hans-Jürgen Urban: Gute Arbeit in der Transformation. Über eingreifende Politik im digitalen Kapitalismus, Hamburg 2019 Von Herbert Klemisch (Bonn) Hans Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, entwickelt in diesem Buch Elemente einer gewerkschaftliche Strategie zur Gestaltung des digitalisierten Kapitalismus. Bei der vorgelegten Publikation handelt es sich um eine sozialwissenschaftliche Analyse, die […]

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Durch die Wahlerfolge der AfD oder von Trump sind «ländliche Räume» und ihre BewohnerInnen wieder vermehrt ins öffentliche Interesse gerückt. Gleichzeitig künden die gigantischen Auflagen von Zeitschriften wie «Landlust» (monatlich über 800.000 Exemplare, DER SPIEGEL kommt wöchentlich auf 700.000) von einer neuen, naiven und idealisierenden Sichtweise auf «das Land». Für den Kulturgeographen Werner Bätzing sind […]

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Von Gabriel Kuhn Thomas E. Goes stellt sein Buch Klassen im Kampf: Vorschläge für eine populäre Linke ausdrücklich in den Kontext der Diskussionen um eine «Neue Klassenpolitik», die vor einigen Jahren von der Rosa-Luxemburg-Stiftung sowie der Zeitschrift analyse & kritik angestoßen wurden. Er widmet sich einer ausführlichen Analyse des Klassenbegriffs und wendet seine Ergebnisse auf […]

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Von Herbert Klemisch Im ersten Band der Buchreihe «Bibliothek der Alternativen» diskutieren Sozialwissenschaftler*innen die von dem Jenaer Soziologen Klaus Dörre unter dem Etikett «Neosozialismus» vorgelegten Thesen zur Reaktivierung der Sozialismusdebatte. Zentral ist die Frage, welche Begrifflichkeit sich eignet, um Alternativen zum Kapitalismus zu beschreiben. Die Autor*innen sind sich weitgehend einig, dass die kapitalistischen Wachstumsökonomien überwunden […]

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Joachim Maiworm rezensiert das Buch Alex Demirović (Hrsg.): Wirtschaftsdemokratie neu denken; Münster 2018 Angesichts der anhaltenden kapitalistischen Vielfach-Krise sollte eine zentrale Forderung der historischen Arbeiterbewegung – die Demokratisierung der Ökonomie – eigentlich bei betroffenen und politisch engagierten Menschen dauerhaft ganz oben auf der Tagesordnung stehen. Seit den 1920er Jahren, als vor allem sozialdemokratische Gewerkschafter*innen Idee […]

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