This Is The End - Zum Ende von Mehring1
Dieser Blog wird nicht mehr fortgeführt. Seine Inhalte sind aber vorerst weiter zugänglich und werden auch von Suchmaschinen gefunden. Die Gründe für die Einstellung sind vor allem personeller, aber auch institutioneller Natur.
Rainer Rilling und andere starteten Mehring1 im Jahr 2009 als Blog des Instituts für Gesellschaftsanalyse, einer Funktionseinheit der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Diese Funktionseinheit gibt es als Organisationseinheit seit einem "Organisationsentwicklungsprozess" in der RLS vor einiger Zeit nicht mehr.
Die Beteiligung am Blog war aber auch in den letzten Jahren vor dieser organisatorischen Transformation immer geringer (Lutz Brangsch und Judith Dellheim haben für den Blog die meisten Beiträge verfasst, aber die Stiftung wegen Eintritt in die Rente schon vor geraumer Zeit verlassen). Bernd Hüttner, der den Blog die letzten Jahre hauptsächlich betreute, arbeitet seit Januar 2026 bei der RLS Niedersachsen in Hannover.
Uns hat die Arbeit am Blog immer Spaß gemacht, aber nun ist seine Zeit vorbei.
Sozialismus von unten?
Rezensiert von Herbert Klemisch
Ziel des u.a. von Klaus Dörre herausgegebenen Bandes ist es, eine Standortbestimmung vorzunehmen, ob emanzipatorische Projekte Elemente einer sozialistischen Utopie aufweisen und einen Beitrag zur Überwindung des Kapitalismus darstellen. Denn Sozialismus wird, so der Konsens der Autor*innen, immer noch als Kategorie für eine anstrebenswerte Utopie definiert. Was verschiedene politische und gesellschaftliche Initiativen von unten leisten, dieser Frage gehen die Beiträge von Studierenden und Wissenschaftler*innen der Friedrich-Schiller-Universität Jena anhand von Fallstudien nach.
Dabei werden so unterschiedliche Prozesse wie die Berliner Kampagne «Deutsche Wohnen und Co. enteignen», die gemeinsame Initiative von Gewerkschaften und Klimaaktivist*innen am Beispiel von «#wirfahrenzusammen» genauso unter die Lupe genommen, wie internationale Bewegungen, Netzwerke oder erfolgreiche parteipolitische Initiativen wie die KPÖ PLUS in Österreich. Diese zwölf Fallstudien bilden den Kern der Publikation.
Der Zeitgeist weht inzwischen in Europa, aber auch weltweit eher von rechts und unbestritten ist die gesellschaftliche Linke in keinem guten Zustand. In den Fallstudien wird aber aufgezeigt, dass trotz des politischen und gesellschaftlichen Gegenwinds kein Grund zur Resignation besteht. Denn es gibt, wie die angeführten Beispiele aufzeigen, emanzipatorische Gegenbewegungen.
Im einleitenden Beitrag arbeitet Dörre heraus, warum Sozialismus immer noch ein Programm gesellschaftlicher Aufklärung ist, um an den scheinbar unverrückbaren Fundamenten moderner kapitalistischer Gesellschaften rütteln. Zum anderen erfordern die diversen Krisen die Ausarbeitung von Alternativen, um mehr soziale Gerechtigkeit durchzusetzen und schließlich zu einer Transformation in Richtung Nachhaltigkeit zu kommen.Read more
Transformation Working Paper Series – Neue Open-Access-Publikationsreihe
Das Norbert Elias Center (NEC) der Europa-Universität Flensburg startet die „Transformation Working Paper Series“ – eine neue Open-Access-Reihe, die aktuelle Forschung zu gesellschaftlichem Wandel bündelt und zugleich herausragende wissenschaftliche Arbeiten von Studierenden sichtbar macht.
Die Serie präsentiert neben Beiträgen aus dem Forschungsumfeld des NEC insbesondere exzellente Abschlussarbeiten aus dem M.A.Transformationsstudien. Damit eröffnet sie Studierenden die Möglichkeit, ihre wissenschaftlichen Leistungen früh und prominent zu platzieren. Die Reihe macht sichtbar, auf welch hohem Niveau junge Forscher*innen gesellschaftliche Krisen, nachhaltige Zukunftsstrategien und sozial-ökologische Transformationen analysieren.
Die Beiträge untersuchen soziale, politische und ökologische Krisen sowie zentrale Akteure des Wandels – von Politik über Gerichte bis zu sozialen Bewegungen. Sie beleuchten Konflikte in Transformationsprozessen, Zukunftsszenarien und Strategien der sozial-ökologischen Transformation, etwa alternative Wirtschaftsformen, Suffizienz oder Reallabore. Zudem analysieren die Working Papers kritisch Wirtschaftssysteme und setzen sich mit Kapitalismus, Wachstum und Ungleichheit auseinander. Empirie und Theorie werden dabei interdisziplinär, praxisnah und reflektiert verbunden.Read more
Wege zur Verkehrswende [Rezension]
Andreas Knie, Professor für Soziologie an der TU Berlin, hat einen fulminanten kleinen Band vorgelegt. Darin geht er der Frage nach, wie in Deutschland eine Automobilgesellschaft entstanden ist und wie sie bis heute durch die Politik am Leben erhalten wird. Dabei weist er nach, dass es die gesellschaftlichen Einstellungen sind, die neben den Rahmenbedingungen zum Erfolg des Autos beitragen. Knie lässt uns teilhaben an den Erkenntnissen seines Berufslebens als Mobilitätsforscher am Wissenschaftszentrum Berlin und mit Praxiserfahrungen, die er als Geschäftsführer des mittlerweile aufgelösten Innovationszentrums für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) gesammelt hat.
Anschaulich wird am Beispiel einer Familie, deren Einstellung zu Auto und Mobilität seit dem Beginn der 1990er Jahre er schildert. In dieser Beschreibung wird deutlich, wie stark das Auto den Alltag einer typischen Familie prägt, die zunächst im Kreuzberger Kiez und dann an der Peripherie Berlins wohnt. Hier wird deutlich, dass Familie, Arbeit, Urlaub und Großeinkauf nur mit dem Auto funktionieren. Allerdings mit dem Effekt, dass immer mehr Verkehr und parkende Autos die Straßen verstopfen, was das Autofahren eigentlich unattraktiv macht.Read more
Lohn für Hausarbeit. Chronik eines internationalen Frauenkampfs (1972–1977) [Rezension]
Rezension von Nadine Gerner
Mit «Lohn für Hausarbeit» gibt Friederike Beier die Übersetzung einer umfangreichen feministischen Forschungsarbeit von Louise Toupin heraus, welche nicht stimulierender für aktuelle feministische Debatten rund um Care Arbeit sein könnte. Die Chronik zeichnet nicht nur die Hochzeit der Kampagne um einen Lohn für Hausarbeit nach, sondern auch die internationale soziale Bewegung um eine damals wie heute radikale, feministische Forderung. Das Buch beleuchtet die Jahre 1972-1977 des Internationalen Feministischen Kollektivs (IFK), ein transnationales Netzwerk, das Bündnisse über Differenzen hinweg schmiedete. Mit der Allianzbildung der damaligen Frauenbewegung mit Schwarzen Frauen oder Lesben praktizierte und theoretisierte das IFK bereits das, was später dann unter Intersektionalität verstanden werden sollte.
Das erste Kapitel dient zur Einordnung in den historischen Kontext und die politischen Gegebenheiten der damaligen Zeit. Besonders herausragend ist der Überblick über die Vordenker*innen der Hausarbeitsdebatte (z.B. Christine Delphy oder Margaret Benston). Das zweite Kapitel stellt die scheinbar materielle reformistische Forderung nach einem Lohn in den Mittelpunkt und begründet deren durchaus revolutionäres Potential mit Hilfe marxistischer Theorie. Kapitel drei widmet sich explizit dem IFK, welches von Padua aus, über England bis in die USA und nach Québec in Kanada florierte und so zu einem transnationalen Netzwerk bzw. einer »Keimzelle einer Fraueninternationale« (S. 150) heranwuchs. Read more
Update zum ÖPNV-Nulltarif
Unsere Broschüre „Nulltarif. Luxus des Öffentlichen im Verkehr: Widersprüchlicher Fortschritt einer Idee im ÖPNV“ erschien vor fast einem Jahr, kurz nach dem ersten Lockdown. Und kurz vor dessen Beginn hatte Luxemburg den Nulltarif für den gesamten öffentlichen Verkehr innerhalb seiner Landesgrenzen eingeführt. Zu den Folgen der Pandemie gehört, dass erste Luxemburger Erfahrungen nicht wie erhofft gesammelt, ausgewertet und diskutiert werden können. Mehr
Erneut gelesen: Toporowski zu Corbyn
Jan Toporowski, ein langjähriger Partner der RLS, dessen Spuren auch auf mehring1 zu finden sind, hat diesen Text vor einigen Jahren geschrieben. Dass er nunmehr übersetzt und hier eingestellt ist, hat mit der Debatte zu tun, die insbesondere um den Leitantrag des Vorstandes der „stiftungsnahen Partei“ an ihren 7. Parteitag kreist. Toporowski gehörte zu jenen, die Jeremy Corbyn solidarisch-kritisch begleiteten und insbesondere mit politökonomischen Analysen helfen wollten, eine erfolgreiche linke Politik zu entwickeln. weiter
Aktiv gegen Klassismus [Rezension]
Von Bernd Hüttner
Seit der Finanzkrise 2008/9 wird vermehrt über Ungleichheit, Reichtum und Kapitalismus debattiert. Selbst die Begriffe «Klasse» und «Klassengesellschaft» werden nun auch jenseits der Linken (wieder) verwendet. Klassen definieren sich - nach gängiger linker Lesart - über Besitz und Einkommen. Bei der Klassenzugehörigkeit geht es jedoch dem ökonomischen auch um kulturelles (Bildungsabschlüsse) und soziales Kapital (›Vitamin B‹). Selbst der Name, der Wohnort, die Sprache und der Geschmack können Marker für Klasse sein. In diesem Zusammenhang ist in den letzten Jahren vermehrt von «Klassismus» die Rede.
Unter Klassismus verstehen die Herausgeber*innen dieses Bandes eine «Unterdrückungsform», eine «Abwertung, Ausgrenzung und Marginalisierung entlang von Klasse». Klassismus beschreibe «die Diskriminierung aufgrund von Klassenherkunft oder Klassenzugehörigkeit» und «richtet sich gegen Menschen aus der Armuts- oder Arbeiter*innenklasse, zum Beispiel gegen einkommensarme, erwerbslose oder wohnungslose Menschen oder Arbeiter*innenkinder» (S. 11). Klassismus ist für Seeck und Theissl kein moralischer oder kulturalisierender Begriff, der auf Teilhabe an etwas abzulehnendem orientiert, sondern ein kritischer im Rahmen einer Theorie, die sich ganz bewusst für eine parteiische Position entscheidet. Sie haben 26 sehr verschiedene Beiträge zusammengetragen. Der Bogen reicht von Interviews und aktivistischen Erfahrungen über theoretische Diskussionen bis hin zu persönlichen Essays.Read more
Bruch mit der Kapitallogik [Rezension]
In der Schweiz gibt es 3,8 Millionen Autos, ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel wird weggeworfen. Die Gegenwart, noch verschärft durch Corona, ist gekennzeichnet von einem eklatanten Auseinanderklaffen von Möglichkeiten und vergleichsweise trister, wenn nicht katastrophaler Realität. In vielen Bereichen ist das Produktivitätsoptimum erreicht, die Menschheit ist reich an Ressourcen, technischer Expertise und sozialen Erfahrungen. Dieser Reichtum wird aber nur von wenigen angeeignet, Hunger und Klimawandel existieren weiter und die Ungleichheit steigt überall an. Politisch gibt es global, trotz vieler Proteste, z.B. nehmem am 14. Juni 2019 in der Schweiz eine halbe Million Menschen am Frauenstreik teil, einen reaktionären Rollback («Trumputinismus»). In den Ländern des globalen Nordens tritt erst langsam ins Bewusstsein, dass der Großteil der geleisteten Arbeit unbezahlt stattfindet, Care in Indikatoren wie dem Bruttoinlandsprodukt nicht vorkommt und diese damit, wie die (neo-)klassische Volkswirtschaftslehre insgesamt, für eine emanzipatorische Beschreibung gesellschaftlicher Verhältnisse unbrauchbar sind.
Dringend nötig aus vielerlei Gründen sei deswegen, so Ringger und Wermuth, der Bruch mit der Kapitallogik. Nur so sei mehr Gemeinwohl, Solidarität und Kooperation möglich. Ihr Vorschlag ist eine Erneuerung und Ausweitung des «Service Public», was wohl nur unzureichend mit «öffentlicher Dienst» eingedeutscht werden kann. Sie buchstabieren dies auch anhand u.a. der Sektoren Wohnen, Mobilität, Gesundheit und Pflege aus. Finanziert werden soll das ganze durch eine andere Steuerpolitik, die Reiche stärker belastet und z.B. durch eine einmalige Klima-Corona-Abgabe, die mit einer vergleichsweise moderaten Besteuerung (3 Prozent auf Vermögen von über 1 Million Franken) immense Summen erbringen würde.Read more
Linke Strategiedebatten? [Rezension]
Rainer Holze (Berlin) über die Ausgabe 121 der «Z.»

Zur Strategiedebatte der Linken vermittelt die (noch vor Corona abgeschlossene) Ausgabe Nr. 121 der Zeitschrift Marxistische Erneuerung mit ihrem Heftschwerpunkt «Strategiedebatten» beachtenswerte Anregungen. Im grundsätzlichen Beitrag der Redaktion wird eingeschätzt, dass die «breite Masse» nicht von ungefähr kein Vertrauen mehr in die Regelungskompetenz der «Eliten» habe. Sie mache nämlich die regelmäßig wiederkehrende Erfahrung, dass die herrschenden Klassen im globalisierten Kapitalismus weder die Gesamtwirtschaft noch die Entwicklung in den einzelnen Unternehmen wirklich «unter Kontrolle» haben. Große Teile der Gesellschaft, große soziale Gruppen haben selbst das Gefühl, zunehmend die Kontrolle über den eigenen Lebenszusammenhang zu verlieren und dagegen aufzutreten. Diese als «Kontrollverlust» empfundenen Entwicklung habe ihre Ursache in der neoliberalen Wende der 1980er Jahre, mit der ein verändertes Politikverständnis einherging, nämlich Staaten wie Unternehmen zu leiten. Obwohl die wirtschaftlichen und politischen Eliten zur Finanzmarktkrise 2008 ff., zur sozialen Polarisierung, zur sog. «Migrationskrise» 2015/16 sowie zur Zuspitzung der Klimakrise keine glaubwürdigen Lösungen anboten und anbieten, verstehe es die Linke bisher nicht, diese Krisensituation trotz breiter Protestbewegungen zur Veränderung des Kräfteverhältnisses wirklich zu nutzen. Vor der sozialistischen Linken liege die Aufgabe, sich der Hintergründe und längerfristigen Trends der gegenwärtigen Krisenkonstellation zu versichern, um Schlussfolgerungen für ihre Neuaufstellung erarbeiten zu können. Im Kern gehe es für die Linke darum, die Frage der sozialen Gerechtigkeit und der Umverteilung, mit der diese auch wahlpolitisch von großen Bevölkerungsmehrheiten identifiziert werden, als Demokratie- und Machtfrage im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Das heiß, nicht nur als sozialpolitische Frage im engeren Sinne. Die sozialistische Linke müsse die politische Kraft sein, die entschieden dafür kämpfe, zentrale politische Entscheidungen in die Gesellschaft zurück zu verlagern, unter Kontrolle zu bringen und das System der privaten Kapitalverwertung zu überwinden.Read more
Dunkerque folgt Tallinn
Die Haushaltsausgaben der ca. 89.000 Bürger/innen von Dunkerque und der etwa 110.000 Einwohner/innen im Nahbereich der Stadt erfahren eine „September-Revolution“, denn bisher folgte hier „Mobilität“ auf Platz 2 den Lebens- und Genussmitteln. Damit ist jetzt Schluss: seit dem 1.9.2018 gilt der Nulltarif im ÖPNV mehr
Den Implex aufheben [Doppel-Rezension]
Fortschritt und Befreiung, möglich, nötig, utopisch und zu realisieren nur über den immer wieder zu diskutierenden und zu praktizierenden Versuch: Zwei Bücher sind es mir in diesem Zusammenhang wert, gegeneinander gehalten zu werden, da sie sich in einer wissenschaftlichen, d.h. auf Nachvollziehbarkeit gegründeten, transformativen Utopiedebatte hervorragend ergänzen:
Simon Sutterlütti/Stefan Meretz: Kapitalismus aufheben. Ein Einladung, über Utopie und Transformation neu nachzudenken, Reihe Beiträge zur kritischen Transformationsforschung Bd. 5, VSA: Hamburg 2018.
Dietmar Dath/Barbara Kirchner: Der Implex. Sozialer Fortschritt: Geschichte und Idee, Suhrkamp: Frankfurt am Main 2012.
Überlegungen zu "Klassen"/"Klassenpolitik"
Die Überlegungen wurden in Vorbereitung einer Arbeitsberatung im IfG formuliert. Es ging sowohl um eine weitere Begriffsklärung als auch um die Einordnung von "Klassenanalyse"/Klassenpolitik" in die Arbeit des IfG.
Buchankündigung: Die Gesellschaft der Zukunft - Der Entwurf einer neuen Gesellschaftsordnung
Europakrisen, Flüchtlingselend, Skandale am laufenden Band, Klimaschäden, soziale Schieflagen, Rechtspopulismus, Terror- und Kriegsgefahr.
Kaum sind wir einem Schreckensszenario entronnen, schon wartet das nächste auf uns. Man fühlt sich schon wie im Krieg: Die Einschläge erfolgen in immer kürzeren Abständen und kommen immer näher.
Gibt es kein Entrinnen? Vorschläge wurden schon genug gemacht, gerechtere Einkommensverteilung und Weltwirtschaftsordnung, ökologische Produktions- und Lebensweise, mehr Mitbestimmung in Staat und Gesellschaft, Reduzierung der Militärausgaben und friedliche Lösung internationaler Konflikte.
Aber reicht dies? Unsere Wirtschaftsordnung basiert auf Privateigentum und ist auf Gewinnerzielung ausgerichtet. Daher muss sie wachsen und expandieren. Und hier liegt „der Hund“ begraben. Die Folgeprobleme sind bekannt, betreffen uns alle und sind doch so schwierig zu lösen. Read more
Die Vergesellschaftung der Macht
In den vergangenen Jahren haben so unterschiedliche TheoretikerInnen wie Slavoj Zizek, Jacques Rancière, David Harvey, Chantal Mouffe und Toni Negri auf sehr ähnliche Weise betont, der Kampf um Demokratie sei zentraler Bestandteil eines neuen linken Projekts. Die alte These des Sozialdemokraten Eduard Bernstein, wonach „Demokratie Mittel und Zweck zugleich“ sei, nämlich ein „Mittel zur Erkämpfung des Sozialismus“, aber auch „die Form seiner Verwirklichung“, scheint durch den Zusammenbruch des Ostblocks bestätigt. Weiterlesen











