Roma in Südosteuropa - Vorgestern und Heute
Um ihre Vorstellungen eines "ethnisch-gesäuberten" Großrumäniens umzusetzen, hat die rumänische Regierung als Teil des erweiterten Dreimächtepakts unter deutscher Führung während des Zweiten Weltkriegs über 25.000 Roma ins sogenannte Transnistrien deportiert. Die Lebensbedingungen in der rumänischen Besatzungszone zwischen den Flüssen Dnister und Bug waren so hart, dass die Hälfte der Deportierten an Hunger, Kälte oder Krankheit starben. Eine Ausstellung erinnert an diesen fast vergessenen Völkermord anlässlich einer Erinnerungsreise einer gemischten Reisegruppe im Jahre 2016.
Die Balkanländer gelten seit 2015 in der EU unter deutscher Führung wieder als "sicher". Dieser neuen Sicherheit widmet sich die Broschüre "Von wegen sicher. Das Konzept der sicheren Herkunftsstaaten in der Kritik" des Regionalbüros Südosteuropa der RLS und eine Speakers-Tour im Frühjahr 2017. Read more
Border City. Stadt als Grenzraum
Seit der Unterzeichnung des Schengen-Abkommens im Jahr 1985 hat sich das europäische Grenzregime dramatisch verändert. Doch während kritische WissenschaftlerInnen und AktivistInnen seit vielen Jahren auf die zunehmende Verschärfung von Grenzkontrollen an den europäischen Außengrenzen hinweisen – ein Prozess, der oft unter dem Begriff „Festung Europa“ behandelt wird –, wird den neuen Grenzen innerhalb Europas weit weniger Aufmerksamkeit geschenkt. Mit seinem Text "Bürgerschaft und Grenzpolitik in den Städten Europas. Perspektiven auf die Stadt als Grenzraum", PERIPHERIE Nr. 126/127, 32. Jg. 2012, Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster, S. 350-362, richtet Henrik Lebuhn den Blick auf die binneneuropäische Dimension des europäischen Grenzregimes und argumentiert, dass die urbanen Zentren eine zentrale Rolle dabei spielen, Europas Grenzen eine neue Allgegenwärtigkeit zu verleihen. Städte seien zu Orten geworden, an denen wichtige Prozesse der Rekategorisierung und Reskalierung von Räumen und Grenzen sowie der Expansion und Erweiterung von Kontrollstrategien stattfinden. Weiterlesen im PDF
