Ausschreibung einer Studie über die Friedensforschung in Deutschland

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"Friedenstaube"
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Die Rosa-Luxemburg-Stiftung schreibt eine Studie aus zum Thema "Deutsche Friedensforschung aktuell. Entwicklungen, Ergebnisse und Desiderate".

Im Themenbereich Frieden und internationale Politik wird in der Rosa-Luxemburg-Stiftung an der Entwicklung von Umrissen einer Kritischen Friedensforschung gearbeitet. Sie geht aus von der Kritik an den herrschenden ökonomischen, gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen und führt die Gewaltkonflikte dieser Welt auf grundlegende Probleme der Ausbeutung von Menschen durch Menschen, der Ungleichheit und Unterentwicklung, kurz: der bestehenden Herrschafts- und Machtverhältnisse unter den Bedingungen der gegenwärtigen, neoliberal geprägten Gesellschaftsverhältnisse zurück. Read more


Frieden existenziell

Drewermann 2013

„Glaubt doch nicht, dass Ketzereien durch ein paar hergelaufene kleine Seelen entstehen könnten. Nur große Menschen haben Ketzereien hervorgebracht.“ Dieser Satz des Kirchenvaters Augustinus dringt durch die Zeiten. Eugen Drewermann, der nicht nur Theologie studiert hatte, sondern auch Neopsychoanalyse und unter dieser Perspektive wesentliche Elemente der Glaubenslehre neu gesichtet und interpretiert hatte, wurde 1991 von der Amtskirche die katholische Lehrbefugnis und ein Jahr später die Predigtbefugnis entzogen. Aus deren Sicht gilt er als Ketzer. So arbeitet er als Psychotherapeut, schreibt Bücher und hält Vorträge. Am 28. April hielt er den Schlussvortrag auf einer Konferenz an der Universität Bremen, an der vor allem Juristen, Politikwissenschaftler und einige Bundeswehroffiziere teilnahmen. Sie hatte zum Thema: „Quo vadis NATO? Herausforderungen für Demokratie und Recht“. Es waren etliche Menschen extra zu diesem Vortrag gekommen. Drewermann hatte ihm den Titel gegeben: „Ethik, Menschenrechte und militärische Gewalt“ (der Vortrag auf Youtube). Ich hatte Drewermann vorher nicht als Person erlebt, kannte ihn dem Namen nach, vom Lesen, aus dem Fernsehen. Das unmittelbare Erleben aber ist eben doch etwas anderes. Weiterlesen oder zur Liste von Erhard Cromes Artikeln im "Blättchen".


Friedensschauplätze statt Militärinterventionen

Die mentale und ideologische Kriegsvorbereitungsmaschine läuft wieder an. Diesmal Syrien. Wäre ein dickerer Brocken als Libyen. Näher dran an Israel. Wesentlich mehr Bevölkerung. Wesentlich weniger Öl allerdings. Egal: In der tagesschau haben Friedensschauplätze keinen Nachrichtenwert. Stattdessen setzen die in diesem Themenzusammenhang dort fast ausschließlich ventilierten Regierungsverlautbarungen auf die neue, Militäreinsätze herausfordernde und völkerrechtlich höchst fragwürdige Konstrukt der "responsibility to protect" ("Schutzverantwortung"). Der sich daraus ergebende militärinterventionistische Schwarze Peter wird derzeit noch den "arabischen Nachbarn" zugespielt. Dass die kritische Friedensforschung kaum noch wahrnehmbar ist mit berechtigter Kritik an Militärinterventionen und tragfähigen Alternativvorschlägen, um die Debatte abzulenken von der Orientierung auf als alternativlos dargestellte Militärinterventionen, viele sich stattdessen weitestgehend ins Lager der regierungsorientierten Politikberatung verzogen haben, "das Versagen der Friedensforschung" also, stellte Ekkehart Krippendorff im Freitag schon vor einiger Zeit im Zusammenhang mit der Libyen-Intervention fest. Ins selbe Horn stößt Erhard Crome im Blättchen über "Neusprech" anlässlich der Kriegsbefürwortung aus dem ZIF, dem „Zentrum für Internationale Friedenseinsätze“, einer parastaatlichen Institution aus rot-grünen Bundesregierungszeiten. Read more