Bodenkongress 2026 am 13. und 14. März 2026 in Apolda

Bundesweiter Kongress zu gerechter Bodenpolitik und Zugang zu Land am 13. - 14. März in Apolda (Thüringen)

Der Ausverkauf von Boden & Ackerland hat immens zugenommen und Bodenpreise steigen ins Unermessliche! Zeit etwas zu tun:
Deswegen laden wir – die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Mitteldeutschland, der Förderverein bäuerliche Landwirtschaft und das Netzwerk Flächensicherung - zum bundesweiten Bodenkongress nach Apolda  ein. Akteur:innen aus Landwirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sprechen dort über gerechte Bodenpolitik und Zugang zu Land.

Mit Fachvorträgen, Vernetzung und Diskussion begegnen wir der drängenden Frage, wie der Zugang zu Land gerecht und gemeinwohlorientiert gestaltet werden kann.
Diskussionen zu Landeigentum und Bodenpreisen in Land und Stadt, zu Spekulation & Ausverkauf, zu Möglichkeiten der Regulierung des Bodenmarktes, zu funktionierenden Praxis-Beispielen und zu Flächenfraß & Versiegelung. Die Vorstellung von Volks- & Bürgerbegehren zeigen konkrete Handlungsmöglichkeiten aus der Bewegung heraus.

Am Freitagabend diskutieren wir mit hochrangigen Politiker:innen und können unsere Forderungen direkt an die Entscheidungsträger:innen stellen.
Der Samstag-Nachmittag wird sich explizit der Perspektive junger Existenzgründer:innen und Betriebsnachfolger:innen widmen.

Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an (angehende) Landwirt:innen, Gärtner:innen und Imker:innen, Verwaltungsangestellte aus Landwirtschafts- und Umweltministerien und -behörden, Politiker:innen, Wissenschaftler:innen sowie agrarpolitisch interessierte Menschen.

Ort: Eiermannbau, Auenstraße 11, 99510 Apolda; Zeit: 13.3. – 14.3.2026
Mehr Infos zu Programm und Anmeldung: https://www.abl-mitteldeutschland.de/bodenkongress-2026
Bei Fragen oder Anmerkungen meldet euch unter: bodenkongress@abl-ev.de


Wandel und Widerstand: Der kritische Agrarbericht 2026

Mit dem Kritischen Agrarbericht 2026 legt das AgrarBündnis gemeinsam mit zahlreichen Autor*innen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft erneut eine umfassende Analyse der agrar- und ernährungspolitischen Entwicklungen vor.

Die Bilanz ist ernüchternd: Statt die Agrar- und Ernährungswende konsequent umzusetzen, geraten Reformen ins Stocken – und in mehreren Bereichen werden Standards sogar aufgeweicht. Unter dem Stichwort „Bürokratieabbau“ werden derzeit zentrale Regeln und Instrumente des Ordnungsrechts in Frage gestellt – etwa bei Pestiziden, Düngerecht, Bodenmarkt, Tierschutz und der geplanten Lockerung der Regeln für Neue Gentechnik.

Damit geraten nicht nur das Vorsorgeprinzip, Umwelt- und Verbraucherschutz sowie faire und verlässliche Rahmenbedingungen für den Agrarmarkt unter Druck.

„Genau dafür müssen Landwirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik in den kommenden Jahren streiten und Mehrheiten organisieren: für eine Agrarförderung, die Geld dorthin lenkt, wo sie Landwirtschaft, Umwelt, Klima und Tierschutz nachweislich stärkt – und damit Betriebe und ländliche Regionen zukunftsfähig macht“, so Karin Jürgens, Geschäftsführerin des AgrarBündnisses.

Der kritische Agrarbericht 2026 steht unter dem Themenschwerpunkt „Wandel & Widerstand“ und diskutiert, wie Verständigung und Reformfähigkeit unter schwieriger werdenden politischen Bedingungen gelingen können.

Die Beiträge sind direkt und einzeln frei abrufbar unter kritischer-agrarbericht.de, die gedruckte Version (352 Seiten, 27 Euro) ist im lokalen Buchhandel bestellbar.