Transformation Working Paper Series – Neue Open-Access-Publikationsreihe
Das Norbert Elias Center (NEC) der Europa-Universität Flensburg startet die „Transformation Working Paper Series“ – eine neue Open-Access-Reihe, die aktuelle Forschung zu gesellschaftlichem Wandel bündelt und zugleich herausragende wissenschaftliche Arbeiten von Studierenden sichtbar macht.
Die Serie präsentiert neben Beiträgen aus dem Forschungsumfeld des NEC insbesondere exzellente Abschlussarbeiten aus dem M.A.Transformationsstudien. Damit eröffnet sie Studierenden die Möglichkeit, ihre wissenschaftlichen Leistungen früh und prominent zu platzieren. Die Reihe macht sichtbar, auf welch hohem Niveau junge Forscher*innen gesellschaftliche Krisen, nachhaltige Zukunftsstrategien und sozial-ökologische Transformationen analysieren.
Die Beiträge untersuchen soziale, politische und ökologische Krisen sowie zentrale Akteure des Wandels – von Politik über Gerichte bis zu sozialen Bewegungen. Sie beleuchten Konflikte in Transformationsprozessen, Zukunftsszenarien und Strategien der sozial-ökologischen Transformation, etwa alternative Wirtschaftsformen, Suffizienz oder Reallabore. Zudem analysieren die Working Papers kritisch Wirtschaftssysteme und setzen sich mit Kapitalismus, Wachstum und Ungleichheit auseinander. Empirie und Theorie werden dabei interdisziplinär, praxisnah und reflektiert verbunden.Read more
Wege zur Verkehrswende [Rezension]
Andreas Knie, Professor für Soziologie an der TU Berlin, hat einen fulminanten kleinen Band vorgelegt. Darin geht er der Frage nach, wie in Deutschland eine Automobilgesellschaft entstanden ist und wie sie bis heute durch die Politik am Leben erhalten wird. Dabei weist er nach, dass es die gesellschaftlichen Einstellungen sind, die neben den Rahmenbedingungen zum Erfolg des Autos beitragen. Knie lässt uns teilhaben an den Erkenntnissen seines Berufslebens als Mobilitätsforscher am Wissenschaftszentrum Berlin und mit Praxiserfahrungen, die er als Geschäftsführer des mittlerweile aufgelösten Innovationszentrums für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) gesammelt hat.
Anschaulich wird am Beispiel einer Familie, deren Einstellung zu Auto und Mobilität seit dem Beginn der 1990er Jahre er schildert. In dieser Beschreibung wird deutlich, wie stark das Auto den Alltag einer typischen Familie prägt, die zunächst im Kreuzberger Kiez und dann an der Peripherie Berlins wohnt. Hier wird deutlich, dass Familie, Arbeit, Urlaub und Großeinkauf nur mit dem Auto funktionieren. Allerdings mit dem Effekt, dass immer mehr Verkehr und parkende Autos die Straßen verstopfen, was das Autofahren eigentlich unattraktiv macht.Read more

