Nach über drei Jahren Krise hat auch in Europa und den USA mit den „Empörten“ und „Occupy Walls Street“ endlich ein neuer Bewegungszyklus eingesetzt. Es ist offen, was daraus wird. Zumindest markieren sie einen Bruch im Bewusstsein über eine vermeintliche Krise ohne Protest.

Dabei ist mit Zyklus nicht gemeint, dass hier einfach das Erbe vorangegangener Bewegungen angetreten wird. So wenig die 68er-Bewegung die Nachfolge der Arbeiterbewegung antrat, und auch die Frauen- und Ökobewegung nicht einfach nachfolgten, so entstanden die neuen Bewegungen nicht aus den erfolgreichen Kämpfen der globalisierungskritischen Bewegung der Bewegungen. Jede der genannten Bewegungen tradiert Erfahrungen der vorangegangenen Bewegungen, zum Teil unbewusst, trägt teilweise politische Kämpfe weiter. Ihre Entstehung markiert fast immer aber auch einen Bruch mit den Vorgängerbewegungen, sowohl ihre Ziele betreffend, als auch ihre Kampfmittel und Organisationsprinzipien. Immer handelt es sich auch geht es um eine andere gesellschaftliche Zusammensetzung der Bewegung, neue tragende Gruppen.

So stellt jeder Zyklus immer auf neue und komplexere Weise die Frage der Vermittlung der Bewegungen und ihrer jeweils unabgegoltenen Ziele und Erfahrungen. So war jeder neue Zyklus immer auch mit neuen Fragmentierungen und Spaltungen innerhalb der Linken verbunden. Das wirft zahlreiche strategische Probleme für eine europäische Mosaiklinke auf. weiter geht’s hier