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Schuldenbremsen, „AAktion von „Restaurant Opportunities Center United" auf dem US-Sozialforum 2010. Auf den Plakaten sind VerteterInnen des Civil Rights Movements zu sehen: Rosa Parks, Martin Luther King, César Chávez. (Bild: Sasha Y. Kimel / flickr)usterity Politics“ und Sozialabbau zwingen soziale Bewegungen und linke Politik in vielfache Abwehrkämpfe. Oft gelingt es dabei nicht, Perspektiven über den aktuellen Horizont hinaus zu entwickeln. Die Orientierung auf kurzfristige Verbesserungen oder längerfristige Transformation wird oft als Gegensatz behandelt und ist Gegenstand von Konflikten und gegenseitiger Isolierung – Fundis gegen Realos, Reformer gegen Antikapitalisten. Welche Strategien können dagegen gefunden werden?
In den USA mobilisieren Community-Organizing-Projekte meist pragmatisch um konkrete Belange der betroffenen Gruppierungen, Gemeinden, Interessenverbänden. Unter dem Begriff „Transformative Organizing“ wird versucht, eine Perspektive der Transformation systematisch in die alltägliche Arbeit einzubeziehen. Können von hier Anstöße für die Konzipierung von Einstiegsprojekten, für eine „revolutionäre Realpolitik“ (Rosa Luxemburg) gewonnen werden?
Erfahrungen aus amerikanischen wie deutschen Projekten, Bewegungen und Mobilisierungen sollen auf der Tagung präsentiert und zur Diskussion gestellt werden.

Ort: IG Metall, Alte Jakobstraße 149, 10969 Berlin

Programm

Do., 22.9.

18.00 Uhr: Eröffnungspodium
Wie lassen sich transformatorische Perspektiven in Abwehrkämpfen gegen Schuldenbremse, Krise und Kürzungspolitik entwickeln?
Nik Theodore (Univ. Chicago), Lian Hurst Mann (Labor/Community Strategy Center, Los Angeles), Margit Mayer (FU Berlin), Tasos Koronakis (Synaspismos, Athen)
Moderation: Christina Kaindl (Rosa-Luxemburg-Stiftung)

Anschließend: Empfang

Freitag, 23.9.

10.00 Uhr USA und Deutschland im Vergleich: Staat und Zivilgesellschaft. Lassen sich Strategien übertragen? Kann Alinsky für linke Strategien genutzt werden?
Alex Demirovic (TU Berlin/Rosa-Luxemburg-Stiftung), Maite Tapia (Cornell Univ., Ithaca – Abstract), Gunter Jancke (Deutsches Institut für Community Organizing, Berlin)
Moderation: Margit Mayer (FU Berlin)

12.30 Uhr Mittagessen

14.00 Uhr Wie können sich Mobilisierungen um gewerkschaftliche und Community Themen gegenseitig stärken?
Steve Williams (POWER, San Francisco), Eric Mann (Labor/Community Srategy Center, Los Angeles), Jana Seppelt (Ver.di Stuttgart, angefr.)
Moderation: Catharina Schmalstieg (FSU Jena)

16.30 Uhr Organisierung in Stadt und Kommune
Sendolo Diaminah (People’s Durham), Nik Theodore (Univ. Chicago), Margit Mayer (FU Berlin), Max (Plattform gegen Verdrängung Altona, Hamburg) und Flo (Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg, Hamburg)
Moderation: Britta Grell (WZB)

10.00 Uhr Bündnisse und Netzwerke: Ethnische Minderheiten, Parteien und Bewegungen
Cindy Wiesner (global grassroots justice), Pascal Meiser (Bereichsleiter Kampagnen und Parteientwicklung, DIE LINKE), Patricia Watkins (United Congress of Community and Religious Organizations, Chicago), Christina Kaindl (Krisenproteste, Rosa-Luxemburg-Stiftung)
Moderation: Koray Yilmaz-Günay (Rosa-Luxemburg-Stiftung)

12.30 Uhr Mittagessen

14.00 Uhr Was genau ist transformatorisch an unserer Praxis? Welche Ansätze und Praxen sind erfolgreich?
Cindy Wiesner, Eric Mann (Standpunkte 29/2011), Sendolo Diaminah, Patricia Watkins, Steve Williams, Tasos Koronakis, Pascal Meiser, Luis Juberías und alle weiteren Aktiven
Moderation: Christina Kaindl (Rosa-Luxemburg-Stiftung)

17.00 Uhr Ende

Die Tagung wird simultan in deutsch und englisch verdolmetscht. The conference will be in German and English and simultanous translation will be provided.

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