Während ver.di Bund/Länder die Zusammenarbeit mit Soldaten institutionalisiert, um den dort aufgrund der Neuausrichtung der Bundeswehr anstehenden Sozialab- und -umbau „mitzubestimmen“, arbeitet ver.di München sehr konsequent gegen die Militarisierung der Gesellschaft: Eine Broschüre anlässlich eines Gelöbnisses auf dem Marienplatz kritisiert derartige öffentliche Militärrituale und dokumentiert verschiedene Organisierungsansätze gegen die Militarisierung ziviler Bereiche (Schule, Universitäten, Speditionswesen etc.).

Soldaten bei ver.di: Kein Wort der Kritik an den Kriegsverbrechen der Kameraden im Ausland (z.B. Kundus). Kein Wort der Kritik an Kriegseinsätzen, die von zwei Drittel der Bevölkerung abgelehnt werden. Stattdessen: Das Wahlrecht für Soldaten im Auslandseinsatz erkämpft und eine Tariferhöhung. Toll! Strammgestanden! Weiterso!