- Mehring1 - https://ifg.rosalux.de -

transform! diskutierte Krisentendenzen

Am vergangenen Wochenende fand in Wien ein internationaler Workshop des Netzwerkes transform! unter dem Titel „The Crisis in Europe: Depression Economics – Social Crisis – State Policy – Alternatives“ statt. An der Veranstaltungen nahmen AktivistInnen und WissenschaftlerInnen aus 16 Ländern teil. Bemerkenswert diesmal vor allem die starke Präsenz von TeilnehmerInnen aus Osteuropa sowie aus der Türkei.
Der Workshop konzentrierte sich vor allem auf die Vertiefung der Analyse der Krisenprozesse und der politischen Reaktionen auf diese. In einem einführenden Beitrag von Joachim Bischoff (Redaktion Sozialismus) ging es um die Bewertung der Krisenursachen und die sich daraus ergebenden politischen Konsequenzen. In den drei folgenden Diskussionsblöcken wurden die Rolle des Staates, die sozialen Konsequenzen der Krise und die Schlussfolgerungen für linke Politik behandelt. Es zeigte sich, dass die Krise in den verschiedenen Ländern sehr unterschiedliche Reaktionen hervorruft. Darauf verwiesen vor allem die VertreterInnen aus den osteuropäischen Ländern. Die Konsequenzen der Krise sind hier viel stärker zu spüren als etwa in Deutschland. Damit verschlechtern sich aber gerade in diesen Ländern die Chancen, Alternativen durchzusetzen. Mit Besorgnis wurde registriert, dass so repressive Tendenzen in der Politik mehr und mehr Raum greifen.
Die Diskussionen zeigten, wie wichtig die Erfassung der Krisenursachen für die Entwicklung von Alternativen ist. Auch wurde die Frage gestellt, wie denn nun die dargelegten alternativen Konzepte, etwa die Verkürzung der Arbeitszeit durchsetzbar werden könnte. Damit wurden dann natürlich grundlegende Probleme der sozialen Bewegungen hinsichtlich ihrer Akzeptanz in den Massen wie auch hinsichtlich ihrer politischen Durchsetzungsfähigkeit problematisiert.

Die Videodokumentation der Veranstaltung ist auf den Seiten des Netzwerkes transform! bereits verfügbar. Hier geht’s weiter! [1]
Weiterhin hat sich das transform!-Magazin in den vergangenen zwei Ausgaben mit diesem Thema befasst. Hier die Übersicht der aktuellen Beiträge. [2]