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Ideologie und Politisierung

Untersuchung zum Verhältnis von Theorie und Praxis im Sinne sozialistischer Transformation

Unter sozialistischer Transformation verstehe ich einen pluralen Konstituierungsprozess einer post-kapitalistischen Gesellschaft, der mit der Dominanz der Kapitallogik bricht und dabei individuelle und kollektive Freiheit als füreinander konstitutive und für eine vernünftigere und gerechtere Gesellschaft unverzichtbare Bedingungen zu verwirklichen beabsichtigt. Dabei müssen einige Elemente der bestehenden Ordnung ausgebaut, andere umstrukturiert und wieder andere dekonstruiert werden. Weil wir es hierbei mit einem komplexen Prozess zu tun haben, steht Eindimensionalität im Denken und Handeln der Transformation dieser entgegen.Ich möchte daher in der vorliegenden Arbeit versuchen, einige Erfordernisse und Herausforderungen zu erhellen, mit denen wir als Linke konfrontiert werden, wo immer wir für wirkliche Emanzipation streiten. Ich stütze mich dabei vor allem auf das Denken des Philosophen Louis Althusser, der entscheidend zu einer Erneuerung des Marxismus beigetragen hat. Seine Texte dienten mir bei der Arbeit als stete Quelle der Inspiration.

Im ersten Teil werde ich, Althusser folgend, versuchen zu erklären, wie die marxistische Theorie die Gesellschaft als Ganzes zu denken vermag bzw. wie ideologische Interpretationen derselben am Denken des Ganzen scheitern können. Am Beispiel der 68er-Bewegung in Frankreich möchte ich sodann eine konkretere Untersuchung der Auswirkungen ideologischer Beeinflussungen bei linken Akteuren durchführen (Teil 2). Auf diese Weise hoffe ich einige grundlegende Prinzipien der sozialistischen Transformation in Ansätzen gewinnen zu können (Teil 3), die dabei helfen sollen, die Transformationspraxis als Prozess zu verstehen, der die notwendige individuelle und kollektive Selbstveränderung des Menschen an die Änderung der objektiven Ordnung bindet, d.h. zwischen dem „subjektiven“ und dem „objektiven“ Pol des Politischen ein Verhältnis der Wechselwirkung konstituiert, wofür sie in den ideologischen Kampf eintreten muss (Teil 4).

Durchweg besteht die Intention dieser Arbeit also in einer Auslotung der multiplen Spannungsverhältnisse, innerhalb derer sozialistische Transformation lokalisiert wird, wobei es ganz darauf ankommt, mit diesen Spannungsfeldern sinnvoll umzugehen, d.h. sie „auszuhalten“ und in positive Ansätze umzuwandeln, anstatt immer wieder auf überkommene Handlungs- und Denkmuster zurückzufallen. Weiterlesen im PDF

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