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„Friedenstaube“
AttributionShare Alike by hmw malen

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung schreibt eine Studie aus zum Thema „Deutsche Friedensforschung aktuell. Entwicklungen, Ergebnisse und Desiderate“.

Im Themenbereich Frieden und internationale Politik wird in der Rosa-Luxemburg-Stiftung an der Entwicklung von Umrissen einer Kritischen Friedensforschung gearbeitet. Sie geht aus von der Kritik an den herrschenden ökonomischen, gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen und führt die Gewaltkonflikte dieser Welt auf grundlegende Probleme der Ausbeutung von Menschen durch Menschen, der Ungleichheit und Unterentwicklung, kurz: der bestehenden Herrschafts- und Machtverhältnisse unter den Bedingungen der gegenwärtigen, neoliberal geprägten Gesellschaftsverhältnisse zurück.

Kritische Friedensforschung geht von den berechtigten Interessen der Menschen an einem ihnen entsprechenden „guten Leben“ aus. Dieser Ansatz weiß sich in Übereinstimmung mit den wesentlichen Prinzipien des Völkerrechts, der universellen Menschenrechte sowie des Grundgesetzes. Kritische Friedensforschung lehnt alle Maßnahmen ab, die das staatliche und überstaatliche physische Gewaltpotential der Herrschenden aufrechterhalten oder erhöhen. Damit wird nicht nur jeglicher militärischen Aufrüstung – in quantitativer und qualitativer Hinsicht –, sondern auch der Perfektionierung polizeilicher Repressions- und Abschottungsinstrumente eine Absage erteilt. Sie kritisiert alle Versuche der Herrschenden, Kriege, Militärinterventionen und andere Formen des Gewalteinsatzes mit „Argumenten“ aus dem Arsenal des Verteidigungs-, Menschenrechts-, Demokratie- und Good-Governance-Diskurses zu (re-)legitimieren.

Im Zuge dieser Arbeit soll eine Bestandsaufnahme der bisherigen, „offiziellen“ Friedensforschung in Deutschland erarbeitet werden. Ausgehend von den ursprünglichen Ansätzen in den 1970er Jahren und den veränderten Bedingungen seit dem Ende des Kalten Krieges geht es darum, die theoretischen Prämissen, inhaltlichen Schwerpunkte und Arbeitsrichtungen der Friedensforschung während der vergangenen 25 Jahre in ihren Grundzügen zu analysieren, ihre Ergebnisse und Schlussfolgerungen deutlich zu machen und zugleich Fehlstellen und Desiderate zu benennen.

Kritische WissenschaftlerInnen, vor allem auch junge WisssenschaftlerInnen sind herzlich eingeladen, sich in diesen Arbeitsprozess einzubringen.
Für die Erarbeitung der Studie wird – bei Annahme des Arbeitsergebnisses – ein Honorar in Höhe von 3.000,– EUR bezahlt.
Die Fertigstellung sollte bis zum 31. Dezember 2014 erfolgen.
Es wird darum gebeten, bei Interesse bis zum 31. August 2014 ein kurzes Exposé einzureichen.
(Die Entscheidung über die Vergabe des Werkauftrages erfolgt bis zum 10. September 2014.)

Interessenten wenden sich bitte an:

Dr. Erhard Crome
Rosa-Luxemburg-Stiftung/Institut für Gesellschaftsanalyse
Franz-Mehring-Platz 1
D-10243 Berlin
Tel. +49 30 44310-165 Fax -184
crome@rosalux.de

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