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2009 und 2013 fanden in Wien zwei Kongresse zu solidarischer Ökonomie und alternativem Denken und Wirtschaft statt, die jeweils von um die 1000 Menschen besucht wurden. In Deutschland gab es 2006 in Berlin (das Buch dazu ist unter t.co/c0MEM5Bd2q frei zugänglich) den Auftakt dieser Serie und darin 2012 in Kassel ein sogenanntes Forum Solidarische Ökonomie.
Mit diesem Heft liegt nun eine Teil-Dokumentation aus den Workshops vor, die am Kongress im Februar 2013 teilgenommen und jetzt Beiträge eingesendet haben. Es ist in sechs Rubriken gegliedert: Grundsätzliches/Geschichte, Landwirtschaft, Geld/Demonetarisierung, Commons/Allmende, schließlich Berichte über die früheren Kongresse und die „Kategorisierungsresistentes“ genannte Rubrik „sonstiges“.
Die nahezu vier Dutzend Artikel sind sehr unterschiedlich, einige keine 2000 Zeichen lang. Inhaltlich reicht das bunte Spektrum von klassisch-sozialbewegten über wertkritische bis zu religiösen Ansätzen. Als inhaltliche Klammer kann die These dienen, dass es heute um Tauschen und Nutzen von Dingen und Wissen gehen muss, und nicht mehr um Eigentum oder Profit. Über geldvermittelten Tausch wird noch eifrig debattiert. Einig ist man sich hingegen darin, dass eine Kultur der Kooperation (so auch der Titel des Forum 2012) weiter entwickelt werden muss, und dass dies ein langer und womöglich nie endender Prozess ist.
Zum Schluss findet sich eine Übersicht über alle gut 100 Workshops samt Mail-Kontaktadressen zu Verantwortlichen und/oder Referent_innen und ein Stichwortverzeichnis mit Verweisen zu den passenden Artikeln.

Solidarisch wirtschaften. Dokumentation des Kongress „Solidarische Ökonomie 2013“, 136 Seiten, Format A 4, Bezug gegen Spende, www.solidarische-oekonomie.at

Diese Annotation erschien zuerst in CONTRASTE, Monatszeitung für Selbstorganisation, Ausgabe 357.

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