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154452588763Die Frage, ob die Piratenpartei erledigt sei, ist umstritten. Die These des von Horst Kahrs, wissenschaftlicher Mitarbeiter für Sozialstrukturanalyse der Rosa Luxemburg Stiftung, herausgegebenen Buches, lautet: Die Bedingungen für die Möglichkeit eines Erfolges der Piratenpartei sind weiterhin gegeben. Sie wurzeln in der ökonomischen Basis der Gesellschaft, in den veränderten Lebensweisen und vor allem in der veränderten Arbeitswelt.
Bis zur Wahlniederlage bei der niedersächsischen Landtagswahl, bei der die Piraten nur 2,1 Prozent erzielten, wohnte deren Aufstieg ein Zauber inne, der auch viele Linke erfasste. Die überdurchschnittlichen Wahlergebnisse bei den unter 30-Jährigen (in Niedersachsen anfangs über 10 Prozent) verwiesen auf ein großes Potenzial.

Georg Fülberth interpretiert das Entstehen und den Erfolg der Piraten als Begleitumstand der informationstechnologischen Revolution. Wie die Grünen Resultat des Aufstiegs der Intelligenz zur Massenschicht waren, so seien die Piraten Ausdruck des grundlegenden Wandels der Arbeitswelt. Das von ihnen vertretene kreative Milieu beschreibt kenntnisreich Konstanze Kriese, Vorstandsreferentin der Bundestagfraktion der Linken.

Die vollständige Rezension ist im ND vom 12. September erschienen und hier nachlesbar. Das Buch ist hier open access (PDF).

Horst Kahrs (Hg.): Piratenzauber. Über eine Gesellschaft, die Freibeuter hervorbringt. PapyRossa Verlag, Köln 2013, 196 S., 13,90 €.

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