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Die 2. internationale Transformationskonferenz kommenden Freitag und Samstag (Programm, Ort) zielt darauf ab, die Eigenarten «organischer Krisen» (Antonio Gramsci) im historisch-analytischen Vergleich genauer zu verstehen und das begriffliche und methodologische Instrumentarium eingreifender Krisenanalyse weiterzuentwickeln, um davon ausgehend Aussagen über die aktuelle Krise des Finanzmarkt-Kapitalismus, mögliche Szenarien ihres Verlaufs und Möglichkeiten emanzipatorisch-solidarischen Eingreifens treffen zu können. Dazu werden auf der Konferenz die Tragfähigkeit, Reichweite und möglichen Grenzen des Konzepts der organischen Krise mit Blick auf die gegenwärtige Krise des Finanzmarkt-Kapitalismus und frühere große Krisenperioden des Kapitalismus geprüft. Eine solche «organische Krise» umfasse die gesamte Periode des Übergangs von einer Akkumulations- und Regulationsweise des Kapitalismus zu einer anderen. Sie sei durch scharfe ökonomische Einbrüche und harte politische Konflikte gekennzeichnet. In dieser Periode wechseln sich Einzelkrisen und Phasen partieller Stabilisierung oder sogar des Aufschwungs ab. Es handele sich keineswegs um eine Periode des Niedergangs, sondern des Umbruchs, wo die alte Form der Entwicklung noch nicht abgestorben ist und die neue sich noch nicht auf eigener Grundlage entfaltet hat. eine solche Krisensituation berge ungeheure Gefahren und auch große Chancen. Perspektiven lägen in einer imperialen Wende nach außen, in sozialen Reformen, die zu einer neuen Form innerer Entwicklung führen oder in einer Mischform von beidem. In der Vergangenheit habe es autoritäre und faschistische Formen der Bearbeitung solcher Krisen gegeben, aber auch die der Demokratisierung und des Sozialstaats.

Am Vorabend der Transformationskonferenz findet die Luxemburg Lecture von Nancy Fraser, Professorin an der New School for Social Research, New York, «Rethinking Capitalist Crisis» statt.

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