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Eine spannende Geschichte

Im Karl Dietz Verlag Berlin ist dieser Tage der Band 4 der Vorlesungen zur Geschichte der Philosophie von Helmut Seidel erschienen. Das Bändchen befasst sich mit der Zeit von Francis Bacon bis Jean-Jacques Rousseau – so auch der Titel. Es geht also um die Zeit der Aufklärung. Gerade in der gerade zu beobachtenden Phase eines auferstehenden eurozentristischen Fundamentalismus ist die Erinnerung an die Sturm-und-Drang-Zeit des Bürgerlichen sehr lehrreich. Und es geht um Philosophie. Um die Frage, wie Mensch die Welt erkennt, was die Welt im Innersten zusammenhält. Philosophisches Wissen oder gar Philosophiegeschichte spielen heute auch für viele Menschen mit akademischer, auch gesellschaftswissenschaftlicher Bildung kaum eine Rolle. Es sei auch gesagt, dass sich die Darlegungen Seidels hervorragend lesen – es sind spannende Geschichten, die er auf seiner Reise durch die Geschichte erzählt. Besonders ist den HerausgeberInnen zu danken, dass sie den Vorlesungen zum Thema aus dem ersten Band dieser Reihe den Einführungsbeitrag „Warum und zu welchem Ende studieren wir Philosophiegeschichte?“ vorangestellt haben. Der beste und überzeugendste Text, den ich je dazu gelesen habe.
Also – uneingeschränkte Leseempfehlung – sei es aus literarisch-ästhetischem oder fachlichem Gesichtspunkt.

Von Francis Bacon bis Jean-Jaques Rousseau
Vorlesungen zur Geschichte der Philosophie Band 4
Von Helmut Seidel
Herausgegeben von Jutta Seidel
ISBN 978-3-320-02236-5
271 Seiten, 24 Abb., Broschur

Zu beziehen über den Buchhandel oder den onlineshop des Verlages

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